Ich bin dann mal weg…

Boris Barschow am 13. Mai 2009 um 11:53 am

Liebe Leserinnen und Leser des Afghanistan Blogs,

Dank Ihrer Hilfe haben wir mit diesem Blog viel erreicht, haben viele Menschen für Afghanistan interessieren und sensibilisieren können. Ihr Engagement, Ihr Wissen und Ihre Meinungen haben das Land am Hindukusch “greifbarer” machen können.

Ursprünglich entstand dieses Blog deshalb, weil ich unsere Hilfsaktion für zwei afghanische Schulen dokumentieren wollte - dass alle Spender sehen können, dass ihre Hilfe auch dort ankommt, wo sie landen sollte. Dies ist mittlerweile schon über ein Jahr her und jetzt hat sich diese Plattform zum einzigen und wichtigsten Afghanistan-Forum Deutschlands entwickelt. Wir werden sogar in Russland, China, Amerika und Brasilien gelesen - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Sinn und Zweck dieser Seite ist, einer gesellschaftspolitischen Relevanz für den Afghanistaneinsatz zu entsprechen. Über 250 000 Klicks seit Beginn dieses Blogs sprechen für sich.

Nun mache ich mich wieder auf den Weg nach Afghanistan und werde dort eine ziemlich lange Zeit verbringen. Da ich während dieser Zeit Teil des Geschehens am Hindukusch sein werde, verstehen sie sicherlich, dass ich hier aus journalistischer Sorgfaltspflicht und einem möglichen Grad der Objektivität nicht berichten möchte. Die PHOENIX Online Redaktion wird regelmäßig ein bis zwei mal die Woche aktuelle Entwicklungen über Afghanistan hier posten und Leserkommentare freischalten, damit das Blog aufrechterhalten bleibt.

Ich wünsche Ihnen jetzt schon einmal ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2010. Herzlichen Dank für Ihr Engagement hier im Blog, auch ich habe dadurch viel lernen dürfen.

Herzlichst,
Ihr

Boris Barschow

Herzlichen Glückwunsch…

Boris Barschow am 13. Mai 2009 um 10:58 am

Der Gewinner von “Kabul, ich komme wieder” ist ermittelt und wurde aus über 200 Einsendungen ausgelost und wurde per Email benachrichtigt. Die Antwort unseres Gewinnspieles ist: “Thomas Wiegold”. Herzlichen Glückwunsch an Stefan B., der mir nun hoffentlich seine Koordinaten mailt und vielleicht noch ein Foto nach Erhalt des Buches sendet, das ich dann hier gerne posten würde. Eigentlich war der Einsendeschluß ja der 15. Mai, aber nachdem keine Mails mehr kommen, habe ich den Gewinner heute ermittelt.

COM ISAF wird abgelöst…

Boris Barschow am 13. Mai 2009 um 12:02 am

Nach weniger als einem Jahr im Amt soll der Oberbefehlshaber der US-Truppen in Afghanistan, General David McKiernan, abgelöst werden. “Wir können und müssen besser in Afghanistan agieren”, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates in Washington. Für die Region seien ein “neues Denken” und ein “neuer Ansatz” gefordert, betonte Gates. Neuer Kommandeur der US- und der NATO-Truppen in Afghanistan solle General Stanley McChrystal werden, der noch vom Senat bestätigt werden muss.

Gates verwies ausdrücklich auf die neue Strategie von US-Präsident Barack Obama für Afghanistan, der die US-Truppen um 21.000 Soldaten verstärkt und ein neues Schwergewicht auf die zivile und wirtschaftliche Hilfe gelegt habe. Über Kritik am Führungsstil McKiernans sagte er nichts.

McChrystal bekleidet bisher einen hohen Posten im Generalstab und befehligte lange Zeit verschiedene Spezialeinheiten der Streitkräfte. Er gilt als Experte für die Bekämpfung von Aufständischen. (weiterlesen auf tagesschau.de)

Breaking News? Keine Al Kaida mehr in Afghanistan…?

Boris Barschow am 10. Mai 2009 um 10:19 pm

Nach Einschätzung des Oberbefehlshabers der US-Streitkräfte im Mittleren und Nahen Osten, General David Petraeus, ist die Terrororganisation Al-Qaida nicht mehr in Afghanistan aktiv. Dem Terrornetzwerk nahestehende Gruppierungen hätten dort aber weiterhin «Enklaven und Zufluchtsorte», sagte Petraeus am Sonntag im Fernsehsender CNN. In den Rückzugsgebieten im gebirgigen pakistanischen Grenzgebiet habe al-Qaida in den vergangenen Monaten «ganz erhebliche Verluste» erlitten. Im Nordwesten Pakistans haben die Regierungstruppen in den vergangenen Tagen eine Grossoffensive gegen die Taliban gestartet. (weiterlesen auf Bazonline.ch oder auf standard.at)

Petraeus nimmt Stellung zur Lage in Pakistan, zur Militärs-Offensive gegen die Taliban im Swat-Tal und er setzt dabei auf die pakistanische Regierung ebenso wie auf die politsche Opposition im Lande, die den Einsatz des pakistanischen Militärs übereinstimmend für richtig befinden. Petraeus betonte, dass die für die 11. September 2001 verantwortlichen Al-Qaida in den jüngste Monaten empflindliche Verluste in dem gebirgigen Grenzverlauf zwischen Afghanistan und Pakistan hinzunehmen hatten. Er lobte Pakistan dafür, dass sie in ihrem Land die Taliban bekämpfen, die der Al-Qaida Zuflucht gewähren.

Präsidentschaftskandidaten…

Boris Barschow am 10. Mai 2009 um 10:14 am

Kabul (AFP) — In Afghanistan haben 42 Männer und zwei Frauen ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im August eingereicht. Unter ihnen ist auch Amtsinhaber Hamid Karsai, wie die Wahlbehörde in Kabul bestätigte. Unter den Anträgen, von denen einige erst kurz vor Ablauf der Frist eingegangen seien, sei auch die Kandidatur von Hedajat Amin Arsala, einem renommierten Wirtschaftsexperten und Minister in Karsais Regierung. Nicht dabei ist den Angaben zufolge dagegen der frühere Innenminister Ali Ahmad Dschalili, dessen Kandidatur allgemein erwartet worden war.

Nach einer Überprüfung der 44 Antragsteller werde die Behörde in der kommenden Woche eine vorläufige Kandidatenliste für den Urnengang am 20. August veröffentlichen. Die endgültige Liste soll in zwei Wochen feststehen, der Wahlkampf beginnt offiziell am 12. Juni. Favorit für die Präsidentschaftswahl ist Amtsinhaber Karsai, der als Kandidaten für die beiden Stellvertreterposten neben seinem langjährigen Vize Karim Chalili den umstrittenen ehemaligen Kriegsfürsten Mohammed Kasim Fahim ernannt hatte. Vertreter der Vereinten Nationen äußerten sich “bestürzt” über die Nominierung Fahims.

Karsai heute in Berlin…

Boris Barschow am 10. Mai 2009 um 10:09 am

Berlin (dpa) - Afghanistans Präsident Hamid Karsai kommt heute zu einem Besuch nach Berlin. Er wird von Kanzlerin Angela Merkel empfangen. Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatten im April die deutschen Truppen in Afghanistan auf getrennten Reisen besucht. Dabei waren sie auch mit Karsai zusammengekommen. Der Präsident steht unter starkem Druck der Länder, die am Militäreinsatz gegen die Taliban beteiligt sind. Sie werfen ihm unter anderem mangelnde Fortschritte bei der Sicherung des Landes vor.

Blogs & more: Bug…?

Boris Barschow am 8. Mai 2009 um 8:00 pm

Bekomme gerade eine Rückmeldung, dass im Microssoft Internetexplorer die rechte Menuleiste fehlt. Im Firefox ist sie aber zu sehen. Die PHOENIX Techniker werden informiert und kümmern sich darum. Bitte geben Sie, wenn Sie den Microsoftexplorer nutzen, hier ein kurzes Feedback, ob sie zu sehen ist oder nicht. Danke.

Eilmeldung: Bundeswehr in mehrstündigem Gefecht…

Boris Barschow am 8. Mai 2009 um 11:55 am

Die Agenturen melden vor acht Minuten gerade (11:44 Uhr) und in den Nachrichtensendungen laufen auch schon die ersten Laufbänder… mehr ist noch nicht bekannt:

Alle Agenturmeldungen nach Eingang (Zusammenfassung auf Welt.de)

Afghan Face

Das Blog Augen geradeaus interpretiert den gestrigen Vorfall richtig: nach diesem Gefecht, bei dem die Afghan National Army (ANA) in forderster Front agierte und die Talibankämpfer töteten, bekommt das Afghan Face (NATO Militärjargon) das erste mal ein “Gesicht” - das Ziel, dass die afghanischen Kräfte selber für ihre Sicherheit einstehen und “sorgen”. Mehr darüber hier.

Berlin (dpa) - In einem stundenlangen Feuergefecht sind deutsche Soldaten in Afghanistan zum zweiten Mal innerhalb einer Woche unter Beschuss geraten. 29 Soldaten einer deutschen Patrouille seien am Donnerstag in der Nähe von Kundus mit Handwaffen und Panzerabwehrwaffen beschossen worden, sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Freitag in Berlin. Dabei sei kein deutscher Soldat verletzt worden. Afghanische Sicherheitskräfte hätten vier Aufständische getötet, vier verwundet und vier festgenommen. Am Freitag seien die gegnerischen Kräfte noch immer bekämpft worden. Bei einem Anschlag im Süden Afghanistans wurde ein Soldat der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet.
Die deutsche Patrouille mit drei Panzerwagen vom Typ «Dingo» und zwei «Fuchs»-Transportpanzern verfolgte am Donnerstag zwölf Kilometer westlich von Kundus Angreifer, teilte das Verteidigungsministerium mit. Um 16.00 Uhr Ortszeit wurden die deutschen Soldaten unter Beschuss genommen. Nachdem afghanische Kräfte zu Hilfe kamen, seien die Aufständischen eingegrenzt worden, sagte Raabe. Während der Nacht wurde das Gebiet abgesperrt. Das Verteidigungsministerium will offensiv gegen Aufständische vorgehen: «Diejenigen, die uns angreifen, die unsere Alliierten angreifen, müssen damit rechnen, dass sie verfolgt werden und dass wir sie bekämpfen», sagte Raabe.

Afghan police look at the bodies of two Taliban militants who were killed during an overnight fire fight with international and Afghan troops in the Char Dara district of Kunduz province May 8, 2009. REUTERS/Wahdat (AFGHANISTAN CONFLICT POLITICS)

Berlin (AP) - Bei einem mehrstündigen Gefecht deutscher und afghanischer Soldaten mit Aufständischen sind in der Nähe der Stadt Kundus vier Angreifer getötet worden. Das berichtete der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Freitag in Berlin. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm dementierte zugleich einen Bericht, wonach bei dem Truppenbesuch der Bundeskanzlerin Anfang April ein Attentat auf Angela Merkel geplant gewesen sei. Bundeswehrsoldaten wurden bei dem Gefecht nicht verletzt. Raabe berichtete, eine deutsche Patrouille mit knapp 30 Soldaten sei am Donnerstagnachmittag mit Panzerabwehrwaffen attackiert worden und habe die Angreifer anschließend zusammen mit afghanischen Sicherheitskräften verfolgt.
Es habe ein mehrstündiges Gefecht bis zum Freitagmorgen gegeben, in dessen Verlauf vier Mitglieder der Gegenseite durch afghanische Sicherheitskräfte getötet, vier weitere verwundet und vier gefangen genommen worden seien - «allesamt durch afghanische Behörden», sagte Raabe. Auch am Freitag sei noch weiter gekämpft worden. Der Verlauf des Zwischenfalls dokumentiere, dass die Zusammenarbeit zwischen afghanischen und deutschen Behörden funktioniere. «Unsere Botschaft ist weiterhin, dass diejenigen, die uns oder unsere Alliierten angreifen, damit rechnen müssen, dass sie verfolgt werden», sagte der Sprecher. Es handele sich bei dem deutschen Engagement in Afghanistan nicht um einen Krieg, sondern um einen «Stabilisierungseinsatz».

Zwtl: Bericht über «gezielten Mordanschlag»

Wilhelm erklärte zu einem Bericht von «bild.de», Merkel sei bei ihrem Afghanistan-Besuch «möglicherweise nur knapp einem gezielten Mordanschlag der radikal-islamischen Taliban entgangen», das könne er nicht bestätigen. Auf die Frage nach einem Spion im deutschen Camp, die der Bericht unter Berufung auf Sicherheitskreise aufwarf, antworteten die Sprecher der Bundesregierung zunächst nicht.

Anmerkung B.B.: die Bild hatte schon im Blatt darüber vorab berichtet - von einem Spion kann also keine Rede sein, denn die Bild-Zeitung hatte schon am Montag den bevorstehenden Kanzler Besuch auf Seite 1 gemeldet, obwohl die begleitende Presse am vorausgegeangenem Wochenende darüber informiert und gebeten wurde erst dann zu berichten, wenn die Kanzlerin in AFG eingetroffen ist - also Geiheimhaltungspflicht aus Sicherheitsgründen. Am Mittwoch darauf berichtete dann der BILD-Reporter vom GEHEIMBESUCH von Frau Dr. Merkel - schließlich war er im Medientross dabei. Die Taliban und Al kaida Mitglieder verfolgen die deutsche Presse sehr aufmerksam. Fazit: die sog. Insurgents können ihre Anschlagsplanungen mittlerweile durch die Berichte deutscher Medien planen! Soweit ist es schon gekommen!

Berlin (AP) - Deutsche Soldaten sind in Afghanistan in ein mehrstündiges Gefecht verwickelt worden. Dabei gab es Todesopfer auf der Gegenseite. Bundeswehrsoldaten sind jedoch nicht verletzt worden. Das teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Freitag in Berlin mit.
Eine deutsche Patrouille mit knapp 30 Soldaten sei am Donnerstagnachmittag in der Nähe von Kundus mit Panzerabwehrwaffen attackiert worden und habe die Angreifer anschließend zusammen mit afghanischen Sicherheitskräften verfolgt.
Es habe ein mehrstündiges Gefecht gegeben, in dessen Verlauf vier Mitglieder der Gegenseite durch afghanische Sicherheitskräfte getötet, vier weitere verwundet und vier gefangen genommen worden seien - «allesamt durch afghanische Behörden», berichtete Raabe. Auch am Freitag sei noch weiter gekämpft worden.
Der Verlauf des Zwischenfalls dokumentiere, dass die Zusammenarbeit zwischen afghanischen und deutschen Behörden funktioniere. «Unsere Botschaft ist weiterhin, dass diejenigen, die uns oder unsere Alliierten angreifen, damit rechnen müssen, dass sie verfolgt werden», sagte der Sprecher.

Berlin (dpa) - In Afghanistan sind erneut deutsche Soldaten angegriffen worden. «Gegen 16.00 Uhr Ortszeit gestern wurde eine deutsche Patrouille bestehend aus nahezu 30 Soldaten erneut mit Handwaffen und Panzerabwehrwaffen beschossen», sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Freitag in Berlin. Vier «gegnerische militärische Kräfte» seien getötet, vier verwundet und vier von afghanischen Behörden gefangen genommen worden. Die Patrouille habe im Raum Kundus Angreifer verfolgt. Das Gefecht habe mehrere Stunden gedauert. «Diejenigen, die uns angreifen, die unsere Alliierten angreifen, müssen damit rechnen, dass sie verfolgt werden und dass wir sie bekämpfen», sagte der Sprecher

Berlin (AP) - Deutsche Soldaten sind in Afghanistan in ein mehrstündiges Gefecht verwickelt worden. Dabei gab es Todesopfer auf der Gegenseite. Bundeswehrsoldaten sind jedoch nicht.

Berlin (AP) - Deutsche Soldaten sind in Afghanistan in ein mehrstündiges Gefecht verwickelt worden. Dabei gab es Todesopfer. Bundeswehrsoldaten sind jedoch nicht verletzt worden.
Hier die Pressemeldung auf Bundeswehr.de.

Trauerfeier für den Hauptgefreiten Sergej M.

Boris Barschow am 7. Mai 2009 um 10:52 pm

Bad Saulgau (dpa) - Bei der Trauerfeier für einen in Afghanistan getöteten Soldaten hat Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) keinen Zweifel am Bundeswehr-Einsatz gelassen. «Diejenigen, die jetzt an Rückzug denken, würden Afghanistan wieder in die Hände der Taliban geben.»

Dies sagte Jung am Donnerstag in der Sankt-Johannes-Baptist-Kirche in Bad Saulgau (Baden-Württemberg). Etwa 800 Menschen nahmen Abschied von dem Hauptgefreiten, der vor gut einer Woche nahe der nordafghanischen Stadt Kundus in einen Hinterhalt geraten und in einem Feuergefecht getötet worden war.

Der Angriff auf die deutschen Soldaten «hat uns mit brutaler Klarheit den hohen Preis dafür vor Augen geführt, dass wir in Deutschland in Frieden und Freiheit leben können», sagte Jung. Afghanistan brauche weiterhin die Hilfe der Bundeswehr, um sich gegen Terrorismus und die organisierte Kriminalität behaupten zu können. Deutschland sei es dem gefallenen 21-Jährigen schuldig, sich «den Handlangern des Terrorismus entschieden in den Weg zu stellen». Für dieses Ziel sei der Soldat mit seinem Leben eingetreten, sagte der Minister. Der junge Mann sei mitten aus dem Leben gerissen worden - «hinterhältig und verbrecherisch», sagte Jung.

Der 21-Jährige war seit zweieinhalb Jahren Soldat. In Afghanistan sei er am 29. April mit seiner Patrouille auf dem Rückweg von einer Erkundungsfahrt gewesen, als die Soldaten zweimal in einen Hinterhalt gerieten und beschossen wurden, schilderte Jung. Zunächst war es den neun geschützten Fahrzeugen gelungen durchzubrechen. Im zweiten Hinterhalt gerieten sie aber in einen massiven Überfall. Mehrere Minuten lang lieferten sie sich mit den Angreifern ein Gefecht. Eine Panzerfaust traf schließlich den Panzerwagen der Bundeswehr, in dem der 21-Jährige war. Er wurde so schwer verletzt, dass er wenig später starb. Mehrere seiner Kameraden wurden ebenfalls verwundet.

Der 21-Jährige gehörte zuletzt zur 2. Kompanie des Jägerbataillons in Donaueschingen. Er hatte sich bis Ende 2010 als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichtet.

Mich wundert ein wenig, dass ich in den Agenturen und im Web nur so wenig über die heutige Trauerfeier entdecke. Überwiegend nur Kurzmeldungen! Unglaublich! Manchmal muss man sich für die Kollegen schämen! Ich wünsche der Familie von Sergej M. viel Kraft. Dieser verlust eines geliebten Menschen ist durch nichts wieder gut zu machen - auch nicht, wenn sich jemand dazu entschiede, ihm den neuen Tapferkeitsorden der Bundesrepublik zu verleihen. In einigen Blogs und Berichten war zu lesen, dass Sergej M. angeblich durch seinen Tod das Leben anderer Kameraden gerettet habe.

Pressemitteilung des Reservistenverbandes:

Präsident Beck unterstützt Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge – mit einer Gesetzesänderung tragen wir den Besonderheiten und Risiken der Auslandseinsätze Rechnung.

(Bonn/Berlin) Wie schon der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge setzt sich auch der Reservistenverband dafür ein, dass Gräber von gefallenen Bundeswehrsoldaten nicht nach 25 Jahren eingeebnet werden, sondern auf Dauer erhalten werden. „Das Gedenken an die im Ausland gefallenen Soldaten ist eine gesellschaftliche Verpflichtung – dieser Tatbestand muss sich auch im Gräbergesetz entsprechend wiederfinden“, fordert der Präsident des Reservistenverbandes, Ernst-Reinhard Beck MdB. Angesichts der jüngsten Initiative des Volksbundpräsidenten, Reinhard Führer, ein dauerndes Ruherecht für im Ausland gefallene Bundeswehrsoldaten durchzusetzen, sprach sich Beck für eine Neuregelung der Pflegepauschale und der Ruherechtsentschädigung aus.

Beck unterstützt die Anregung des Volksbundes, nach der es die Aufgabe des Staates sein muss, den Erhalt und die Pflege der Grabstätten auf Dauer zu gewährleisten: „Bundeswehrsoldaten und ihre Angehörigen brauchen die Gewissheit, dass die Gesellschaft den Dienst der Soldaten für die Sicherheit Deutschlands anerkennt“.

Seit 2002 kamen allein während des Afghanistan-Einsatzes 32 deutsche Bundeswehrsoldaten ums Leben. Insgesamt sind zur Zeit über 3.800 deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert – davon sind fast 10 Prozent Reservisten.

KSK nimmt Taliban-Führer fest…

Boris Barschow am 7. Mai 2009 um 10:22 pm

Erfolg in Nordafghanistan. Das Kommando Spezialkräfte (KSK) hat heute den Taliban-Führer. Dieser steht unter Verdacht an einem Anschlag gegen die Bundeswehr beteiligt gewesen zu sein. Lesen Sie mehr darüber auf Soldatenglück.de.

Angst um Pakistans Atombomben…

Boris Barschow am 6. Mai 2009 um 10:20 pm

“Ich bin tief beunruhigt über die Lage in Pakistan, nicht weil die Taliban dort jede Minute die Macht übernehmen könnten, sondern weil die Regierung dort sehr schwach ist”, sagte Barack Obama im Vorfeld des heutigen Dreiergipfels USA-Afghanistan-Pakistan.

Lesen Sie hier die Seite “Krisenherd Afghanistan” von der heute online Redaktion.

Seit Tagen herrscht im pakistanischen Swat-Tal ein offener Krieg zwischen der Armee und den Taliban. Die USA fürchten nun, dass Pakistans Atombomben in die Hände der Aufständischen fallen könnten. Der Dreiergipfel in Washington mit den USA, Pakistan und Afghanistan sucht Wege aus der Krise. Barack Obama in der 19 Uhr heute Sendung:


Kalte Schulter…

Boris Barschow am 6. Mai 2009 um 10:05 pm

…gestern hatte ich die Möglichkeit, mich mit dem Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) und dem grünen sicherheitdspolitischen Experten, Windried Nachtwei, im Deutschen Bundestag in Berlin über Afghanistan zu unterhalten. Nachtweis Resumée über das gesellschaftspolitische Desinteresse bzgl. des Bundeswehr Engagements am Hinduckusch war ernüchternd: “Das freundliche Desinteresse der Gesellschaft ist umgeschwungen - heute zeigt man nur noch die kalte Schulter”; sagte Nachtwei. Der Bundespräsident habe ihn neulich am Rande einer Ordensverleihung an den Generalinspekteur nach seiner persönlichen Einschätzung diesbezüglich befragt. War es doch der Bundespräsident, der die Formulierung “freundliches Desinteresse” in einer Rede erstmal verwandte.

Frank Walter Steinmeier fragte ich, warum die Politik so wenig spürbares gegen dieses Desinteresse der Gesellschaft unternähme, was er in seinem Wahlkampf dagegen tun würde oder ob das Thema für ihn in der Gunst um Wählerstimmen überhaupt eine Rolle spielen würde. Er meinte, er nutze jede Gelegenheit, Afghanistan und den Bundeswehreinsatz in der Öffentlichkeit zu artikulieren - vorallem bei Wahlkampfveranstaltungen. Komisch nur, dass ich darüber so wenig lese - oder ich lese die falschen Zeitungen ;-) Allerdings zeigte er sich sichtlich betroffen als er über den gefallenen Hauptefreiten Sergej M. sprach, der am vergangenen Mittwoch bei einem Hinterhalt ums Leben kam. Schließlich war er zur gleichen Zeit in Afghanistan.

Winfied Nachtwei hat mir versprochen, einen Gastkommentar für unser PHOENIX Afghanistan Blog zu schreiben. Er will dann erläutern, warum aus freundlichem Desinteresse eine kalte Schulter geworden sei. Diese Gedanken will er dann auch dem Bundespräsidenten zur Vorbereitung einer Rede zur Verfügung stellen, sagte er mir in unserem einstündigem Gespräch.

Kundus: BW Patrouille erneut angegriffen…

Boris Barschow am 6. Mai 2009 um 10:48 am

Potsdam (dpa) - Die Bundeswehr untersucht die genauen Umstände des jüngsten Angriffs auf eine ihrer Patrouillen im Norden Afghanistans.

Bei dem Vorfall in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) waren sechs geschützten Bundeswehr-Fahrzeuge östlich von Kundus mit einem Sprengsatz und leichten Handfeuerwaffen attackiert worden. Dabei wurde kein deutscher Soldat verletzt, teilte das Einsatzführungskommando in Potsdam am Mittwoch mit. Die Soldaten hätten zurückgeschossen. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt. Über Verluste oder Schäden der Angreifer lagen auch am Mittwochmorgen noch keine Informationen vor, sagte ein Sprecher in Potsdam.

Am Mittwoch der vergangenen Woche war ein deutscher Soldat in der Nähe von Kundus getötet worden. Er geriet mit einer Patrouille in einen Hinterhalt. Insgesamt hat sich die Sicherheitslage in Afghanistan seit dem vergangenen Jahr nach Angaben der Bundeswehr deutlich verschlechtert. Dort sind mehr als 3800 deutsche Soldaten stationiert.

Hier die Meldung der Bundeswehr dazu.

Bundeswehr im ISAF Einsatz…

Boris Barschow am 6. Mai 2009 um 12:52 am

Vielen Dank für den Leserhinweis von Peter Klaus:

FAZ, Blogs & more…

Boris Barschow am 4. Mai 2009 um 8:45 pm

Seit dem 21. April hat nun auch die FAZ ein sicherheitspolitisches Blog. Autor: Stephan Löwenstein, ehemaliger Zeitsoldat und Leutnant der Reserve. Wieder ein Podium mehr, auf dem sich Interessierte auch über Afghanistan informieren können. Offenbar erkennen jetzt auch andere Medien eine sicherheitspolitische Relevanz im Internet. Schön. Auf ein gutes Gelingen Herr Kollege. Wenn das so weiter geht, dann lesen wir nur noch im Web: Soldatenglück.de, Augen geradeaus, Weblog Sicherheitspolitik, Geopowers.com, Bendler Blog. Ganz spontan: wer heraus findet, welcher Blogautor von den o.g. Wehrdienstverweigerer ist, gewinnt ein Buch “Kabul, ich komme wieder” mit persönlicher Widmung. Einsendeschluß ist der 15. April 2009. Schicken Sie eine Mail an info@boris-barschow.de oder hinterlassen Sie hier im Post Ihr Rechercheergebnis. Unter allen Einsendern wird der Gewinner dann per Email benachrichtigt. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen. Viel Erfolg…:-)

P.S: Natürlich sind die o.g. Blogautoren vom Wettbewerb ausgeschlossen. Wer errät, wem ich diesen Hinweis zu verdanken habe ;-), der gewinnt auch ein Exemplar…